Intrahandel Online-Hilfe

  1. 1 IDEV Außenhandel "Intrahandel"
    1. 1.1 IDEV Anforderungen an das System
    2. 1.2 IDEV Anmelden
    3. 1.3 Registrierung zur IDEV-Intrahandel Online-Meldung
    4. 1.4 IDEV-Hauptmenü (Anwendungsoberfläche)
    5. 1.5 Die ersten Schritte nach dem Anmelden
    6. 1.6 Schutz der Daten
  2. 2 Allgemeine Informationen zum Intrahandel
    1. 2.1 Aktuell
    2. 2.2 Hilfsmittel
    3. 2.3 Änderungen bei den Anmeldungen zur Außenhandelsstatistik ab 2022
  3. 3 Intrahandel Formularmeldung
    1. 3.1 CSV-Import
  4. 4 Intrahandel Formularmeldung für Drittanmelder
  5. 5 Intrahandel Berichtigung
    1. 5.1 Berichtigungsformular
    2. 5.2 Ersetzen oder stornieren einer Dateimeldung über das Melderkonto
    3. 5.3 Berichtigung einer Formularmeldung über das Melderkonto
  6. 6 Intrahandel Dateimeldung
    1. 6.1 eSTATISTIK.core Dateimeldung
      1. 6.1.1 Liefervereinbarungen für Datenlieferung im XML-Format DatML/RAW
    2. 6.2 Meldedateien im INSTAT/XML-Format
      1. 6.2.1 Implementierung von INSTAT/XML-Nachrichten
    3. 6.3 Schlüsselverzeichnis
    4. 6.4 Abgabetermine
  7. 7 Die Intrahandels-Daten-Erfassungs-Software (IDES)
    1. 7.1 Anforderungen an das System
    2. 7.2 Programmdownload
    3. 7.3 Lösungsvorschläge bei Problemen mit IDES
  8. 8 Stichwortverzeichnis (IDEV-Intrahandel)
    1. A
    2. B
    3. C-D
    4. E-F
    5. G
    6. I-J
    7. K
    8. L
    9. M
    10. N-O
    11. P
    12. R
    13. S
    14. T
    15. U-V
    16. W
    17. X-Z
  9. 9 Antrag auf vereinfachte Anmeldung
  10. 10 Frequently Asked Questions - Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Datenerhebung im Intrahandel
    1. 10.1 Grundsätzliches zur Auskunftspflicht
    2. 10.2 Fragen zur Auskunftspflicht im Intrahandel
    3. 10.3 Fragen zur Übermittlung der Daten im Intrahandel
    4. 10.4 Fragen zur Ablösung des ASCII-Formats
  11. 11 Kontakt/Ansprechpartner im Außenhandel

U-V

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer                                                           USt-IdNr.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Handelspartners - Ab Januar 2022 für Meldungen mit Richtung Versendung Pflichtangabe!

Anzugeben ist grundsätzlich die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Handelspartners im EU-Bestimmungsmitgliedstaat. Sie besteht aus einem Länderkürzel und einer weiteren bis zu 12-stelligen Buchstaben- und Zahlenkombination. Die Angabe zur USt-IdNr. ist vom Bezugsmonat Januar 2022 an verpflichtend.

Im Falle eines Reihengeschäftes nach Paragraph 3 Abs. 6a UStG (das deutsche Unternehmen ist erster Lieferer) mit (mindestens) drei Beteiligten aus insgesamt zwei Mitgliedstaaten ist die USt-IdNr. des Rechnungsempfängers anzugeben. Hat bspw. ein deutsches Unternehmen einen Vertrag mit einem französischen Unternehmen (FR1) über den Verkauf einer Ware geschlossen und soll diese unmittelbar an ein anderes französisches Unternehmen (FR2) liefern, so ist die USt-IdNr. von FR1 in der Versendungsmeldung anzugeben.

Im Falle eines innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts nach Paragraph 25b UStG (das deutsche Unternehmen ist erster Lieferer) ist die USt-IdNr. des Warenempfängers im Bestimmungsland anzugeben (Erfassung der physischen Warenbewegung).

Sollte die USt-IdNr. des Warenempfängers nicht bekannt sein, ist das Länderkürzel der verwendeten USt-IdNr. des Rechnungsempfängers in Verbindung mit einer fiktiven Ziffernfolge von zwölfmal der Zahl "9" anzugeben (z.B. FR999999999999). Dies gibt der Intrahandelsstatistik den wichtigen Hinweis, dass es sich um ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft handelt. Die tatsächliche USt-IdNr. des Rechnungsempfängers ist in dieser Fallkonstellation nicht anzugeben.

Falls die Ware von einem deutschen Unternehmen an einen privaten Verbraucher (inkl. Fernverkäufe im Rahmen des One-Stop-Shop-Verfahrens) in einem anderen EU-Mitgliedstaat versandt wird, ist das Länderkürzel "QN" in Verbindung mit einer Ziffernfolge von zwölfmal der Zahl "9" (QN999999999999) zu verwenden.

Bei innergemeinschaftlichen Fernverkäufen i.S.d. Paragraph 3c UStG - ohne Teilnahme am One-Stop-Shop Verfahren - ist aufgrund der umsatzsteuerrechtlichen Registrierung des deutschen Versenders im Bestimmungsland dessen ausländische USt-IdNr. anzugeben.

Liegt eine USt-IdNr. eines Unternehmers vor, die nicht verifiziert werden kann (ungültige USt-IdNr.) oder haben Handelspartner wie z.B. Kleinunternehmer nach Paragraph 19 UStG, Landwirte und bestimmte juristische Personen (z.B. Universitäten, Krankenhäuser) tatsächlich keine USt-IdNr., ist das Länderkürzel "QV" in Verbindung mit einer Ziffernfolge von zwölfmal der Zahl "9" (QV999999999999) zu verwenden.

Siehe auch Leitfaden zur Intrahandelsstatistik

Erläuterungen zum Aufbau der USt-IdNr. stehen Ihnen in der Dokumentation zum "Aufbau der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in den EU-Mitgliedstaaten" zur Verfügung.

 

Unternehmen abmelden

Drittanmelder können hinterlegte Berichtspflichtige im Menü "Benutzerdaten verwalten >> Berichtspflichtige" aus dem System löschen (weitere Informationen siehe Kapitel 7.4 auf der allgemeinen IDEV-Online-Hilfe). Durch die Löschung des Berichtspflichtigen werden auch alle Einträge des gelöschten Berichtspflichtigen im Melderkonto gelöscht.

 

Unternehmen registrieren

Drittanmelder können selbst Berichtspflichtige (auskunftspflichtige Unternehmen), für die sie melden möchten, über das Menü "Benutzerdaten verwalten >> Berichtspflichtige" im System aufnehmen (weitere Informationen siehe Kapitel 7.4 auf der allgemeinen IDEV-Online-Hilfe). Die so aufgenommenen Unternehmen stehen circa 10 Minuten später zur Auswahl.

 

Unterscheidungsnummer (Zusatz)

Unterscheidungsnummer (Zusatz) ist eine 3-stellige Nummer zur Unterscheidung von getrennt zur Statistik meldenden Unternehmen innerhalb einer umsatzsteuerrechtlichen Organschaft beziehungsweise von getrennt zur Statistik meldenden Bereichen innerhalb eines Unternehmens. Wurde Ihrem Unternehmen vom Statistischen Bundesamt keine Unterscheidungsnummer zugeteilt, lassen Sie dieses Feld einfach leer. Eine Unterscheidungsnummer kann beim Statistischen Bundesamt per E-Mail an aussenhandelsregister(at)destatis.de beantragt werden.

Siehe auch den Leitfaden zur Intrahandelsstatistik Kapitel 5.1 und Kapitel 5.2 "Zweites Teilfeld-Zusatz"

 

Update

Englischer Begriff für Aktualisierung beziehungsweise Erneuerung zum Beispiel bei einem Update für eine neue Software.

 

Upload

Als Upload bezeichnet man das Hochladen einer Datei zur Onlineversendung.

 

Ursprungsland

Anzugeben ist das Land, in dem die Waren vollständig gewonnen oder hergestellt worden sind. Sind an der Herstellung einer Ware Unternehmen aus zwei oder mehr Ländern beteiligt, so ist das Ursprungsland das Land, in dem die letzte wesentliche und wirtschaftlich gerechtfertigte Be- oder Verarbeitung stattgefunden hat, sofern diese in einem dazu eingerichteten Unternehmen vorgenommen worden ist und zur Herstellung eines neuen Erzeugnisses geführt hat oder eine bedeutende Herstellungsstufe darstellt.

Ist das Ursprungsland nicht genau bekannt, sollte das vermutliche Ursprungsland angegeben werden. Bei Waren mit deutschem Ursprung (z.B. Re-Importen), ist "DE" anzugeben.

Die Angabe zum Ursprungsland ist vom Bezugsmonat Januar 2022 an verpflichtend.

Anzugeben ist der ISO-Alpha-2-Ländercode gemäß Länderverzeichnis für die Außenhandelsstatistik.

 

Ursprungsregion / Ursprungsbundesland

Die Ursprungsregion ist das Bundesland, in dem die Waren hergestellt, montiert, zusammengesetzt oder bearbeitet wurden. Anzugeben ist für Waren mit Ursprung in Deutschland die Ländernummer des Bundeslandes gemäß

Länderverzeichnis für die Außenhandelsstatistik. Kann der Ursprung nicht ermittelt werden, ist die Ländernummer des Bundeslandes anzugeben, aus dem die Waren versandt oder andernfalls in den Handel gebracht wurden.

Für Waren mit ausländischem Ursprung ist die Schlüsselnummer 99 einzutragen.

 

Verfahren

Die Angabe des Statistischen Verfahrens ist seit dem Berichtsjahr 2007 nicht mehr erforderlich

Verkehrszweig

Anzugeben ist das Beförderungsmittel an der deutschen Grenze nach folgendem Schlüssel:

Seeverkehr 1

Eisenbahnverkehr 2

Straßenverkehr 3

Luftverkehr 4

Postsendungen* 5

Rohrleitungen 7

Binnenschifffahrt 8

Eigener Antrieb 9

*Sollte bekannt sein, welches grenzüberschreitende Verkehrsmittel das Postunternehmen genutzt hat z.B. Luftverkehr ("4"), ist dies bei der Anmeldung anzugeben. - Zu den Postunternehmen werden auch private Paket- und Kurierdienste gezählt.

Siehe Leitfaden zur Intrahandelsstatistik "Verkehrszweig"

 

Versendung

Warenversendung von Unionswaren (darunter versteht man Waren, die entweder in der Europäischen Union gewonnen, beziehungsweise hergestellt wurden, oder verzollte Drittlandswaren) aus Deutschland in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union.

Siehe den Leitfaden zur Intrahandelsstatistik Kapitel 5.1 "Angaben bei der Versendung ..."

 

Versendungsmitgliedstaat

Anzugeben ist der EU-Mitgliedstaat, aus dem die Waren mit dem Ziel "Bestimmungsmitgliedstaat Deutschland" abgesandt worden sind. Ist dieser Versendungsmitgliedstaat nicht bekannt, so ist das Ursprungsland anzugeben, sofern es sich beim Ursprungsland um einen EU-Mitgliedstaat handelt. Ist das Ursprungsland unbekannt oder ein Drittland, so kann der Einkaufsmitgliedstaat angegeben werden. Einkaufsmitgliedstaat ist der Mitgliedstaat, in dem der Vertragspartner (Verkäufer) ansässig ist, mit dem der Vertrag, reine Beförderungsverträge ausgenommen, der zur Lieferung der Waren nach Deutschland führt, geschlossen wurde. Rein transportbedingte Durchfuhren durch andere Mitgliedstaaten

(Transit) führen nicht zu einer Änderung des Versendungsmitgliedstaates.

Anzugeben ist der ISO-Alpha-2-Ländercode gemäß Länderverzeichnis für die Außenhandelsstatistik.

 

Vordruck N

Der Gesetzgeber hat die Übermittlung von Meldungen an die Statistischen Ämter neu geregelt. Nach Paragraph 11a Bundesstatistikgesetz vom 22. Januar 1987 (BGBl. I Seite 462, 565), das zuletzt durch Artikel 13 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I Seite 2749) geändert worden ist, sind alle Betriebe und Unternehmen gesetzlich verpflichtet, ab 01.08.2013 ihre Angaben auf elektronischem Wege an die Statistischen Ämter zu übermitteln. Hierzu müssen die von den Statistischen Ämtern kostenlos zur Verfügung gestellten Online-Verfahren genutzt werden. Damit entfällt die Möglichkeit, Angaben zur Intrahandelsstatistik schriftlich mit dem Vordruck N dem Statistischen Bundesamt zu übermitteln.